Breaker

30 Fragen an: Franziska und Martin Deichsel

Franziska und Martin Deichsel leben mit ihrem fast zweijährigen Sohn in der Altstadt nahe der Luckenberger Brücke. Nach dem Studium in Jena hat Martin die gebürtige Thüringerin nach Brandenburg gelockt. Hier sind sie gemeinsam ins Familienleben gestartet und genießen nun die Vorzüge der Havelstadt. Welche das sind, verraten sie euch hier.

Wie heißt Ihr?

F: Franziska Deichsel

M: Martin Deichsel 

 

Habt ihr einen Spitznamen?

F: Da es in unserem Freundeskreis bereits zu viele Franzis gab, wurde ich von den Brandenburgern kurzerhand in Jule umbenannt.

M: Nein, keinen von dem ich wüsste.

 

Wie lange lebt ihr in Brandenburg?

F: Mittlerweile bereits seit 6 Jahren. Ich komme ursprünglich aus Thüringen, aber mein Mann wurde hier geboren und hat mich nach dem Studium mit nach Brandenburg genommen. 

 

Was macht ihr beruflich?

M: Ich bin Zahnarzt und habe meine Praxis in der Altstadt von Brandenburg.

F:  Ich bin Assistenzärztin für Kinderheilkunde und arbeitete im Moment angestellt in einer Kinderarztpraxis.

 

Habt ihr Kinder?

F: Wir haben einen fast zweijährigen Wirbelwind, der uns ganz schön auf Trab hält.

 

Was ist euer Lieblingsort in der Stadt mit Kind?

M: Der Spielplatz auf dem Marienberg, da man dort mit etwas Glück den Hubschrauber des städtischen Klinikums starten und landen sehen kann – sehr zur Freude unseres Sohnes.

F: Da finde ich es auch sehr schön, noch besser aber im Café ein paar Meter weiter. Unter schönen alten Bäumen gibt es leckeren Kuchen, einen großen Sandkasten und einen wunderbaren Blick auf die Stadt. An Regentagen sind die Eltern-Kind-Cafés in der Kurstraße und Wilhelmsdorfer Straße super. 

M: Oder einfach Straßenbahn fahren! 

 

Und was ist euer Lieblingsort ohne Kind?

F:  Mit einem Kaffee aus der Cafébar am Salzhofufer sitzend.

M: Mit einer Jolle über den Beetzsee segeln. 

 

Fühlt sich euer Sohn hier wohl? Wie verbringt er seine Tage?

F: Ich finde Brandenburg bietet eine gute Mischung aus den Annehmlichkeiten einer Stadt und ist trotzdem klein genug um die Kita-Kumpels auch zufällig auf dem Spielplatz treffen zu können. Unser Sohn scheint sich wohl zu fühlen und liebt es den Waldmöpsen “Guten Tag” zu sagen. 

M: Es ist schön, viele Grünanlagen und zahlreiche Spielplätze mitten in der Stadt zu haben. Im Sommer ist es nicht weit zum nächsten Strand und im Herbst kann man super mit dem Kleinen in den Wäldern der Umgebung Pilze jagen.

 

Wo esst ihr am liebsten in Brandenburg?

M: Im Toto mit Blick auf die Havel. 

F:  Einmal über die Brücke rüber in der Werft. Der Asiate am Nicolai-Platz macht auch sehr gutes Essen, das lassen wir uns aber lieber zuhause schmecken. 

M: Die Malabar in der Sankt Annen Straße ist auch lecker, wenn man Indisch mag.

 

Wo trinkt ihr am liebsten in Brandenburg?

M: In der Agentenzentrale in der Kurstraße, gemütliche Atmosphäre, in der sich vom Studenten bis zum Brandenburger Original jeder trifft.

F: Ich finde die Kneipe Pur in Plaue für selbst gebrautes Bier, gutes Essen und die typische Brandenburger Mentalität perfekt.

 

Wo gibt es den besten Kaffee?

M: Coffee Corner. 

F: In Anbetracht unseres chronischen Schlafmangels schmeckt Kaffee immer und überall.

 

Wo und was kauft ihr am liebsten in Brandenburg ein?

F: Im Taraxacum, Dürerhaus und auf dem Wochenmarkt an der Katharinenkirche.

 

Habt ihr einen Geheimtipp?

F: Gefahr laufend, dass wir dann nicht mehr alleine sind… Die Hoftiere des Spargelhofes in Mötzow freuen sich auch außerhalb der Saison über Besuch und man kann dort wunderbar die Weite der Brandenburger Landschaft auf sich wirken lassen. 

Außerdem gibt es in Klein Kreutz eine sehr schöne Badestelle (deren genaue Lage ich dann doch lieber für mich behalte) mit traumhaftem Ausblick und relativ wenigen Badegästen.

 

Was ist eure Lieblingsaktivität in der Stadt? Und in ihrer Umgebung?

M: Segeln, Rad fahren oder einfach nur mit einem Kaffee aufs Wasser gucken.

F: Stimmt so 😉

 

Welche Empfehlung würdet ihr Touristen geben? Was muss man unbedingt in Brandenburg gesehen oder gemacht haben?

F: Die Stadt vom Wasser aus Erleben. Das sagt zwar jeder, aber die haben auch alle Recht. Egal ob vom Kanu, Segelboot oder Dampfer, der Blick ist einfach nochmal ein anderer und noch dazu ein wirklich schöner! Außerdem sind wir große Freunde der Waldmöpse. 

 

5 places to see in Brandenburg before you die … !?

M: Dominsel, Jahrtausendbrücke mit Salzhofufer, Marienberg, Malge und das Schloss mit Park und Gartenstadt in Plaue.

 

Was fehlt euch in der Stadt?

F: Mehr schöne Geschäfte zum Bummeln. Man kommt mit einem Kleinkind doch nicht mehr so oft nach Berlin und zwischen den großen Ketten und Drogeriemärkten fehlt ein bisschen die kreative Auswahl. Eine gute Cocktail-Bar fehlt auch noch. Es gibt zwar tolle kulturelle Veranstaltungen, aber nach denen muss man sich richten. Spontan fällt es manchmal schwer etwas Gutes zu finden.

M: Mehr Einzelhändler und etwas längere Öffnungszeiten wären schon schön, sodass man auch nach der Arbeit Mal etwas besorgen oder erledigen könnte. 

 

Macht Brandenburg euch glücklich?

F: Vielleicht lieg es am schönen Frühlingswetter oder auch an meinem lieben Ehemann, aber ich finde, dass es uns hier schon sehr gut geht. Die Anfangszeit war etwas holprig, aber in Thüringen tickt man einfach anders.

M: Ja, man muss sich als Hinzugezogener wahrscheinlicher erstmal etwas an die doch direktere Brandenburger Art gewöhnen, aber ich finde es lässt sich hier wunderbar leben. 

 

Habt ihr einen Brandenburger Helden bzw. Heldin?

M: Loriot, auch wenn er hier nicht all zu viel Zeit verbracht hat. 

 

Welche Eigenschaften mögt ihr besonders an den Brandenburgern?

F: Man nimmt sich selbst nicht zu ernst und sagt einfach, was zu erst durch den Kopf geht. Nicht immer höflich, aber auch selten hinten rum. 

M: Wie der Brandenburger sagt: „Nich jemeckert, is jenuch jelobt.“ Direkt und ohne große Umschweife auf den Punkt kommen.

 

Und welche schätzt ihr überhaupt nicht?

F: Manchmal habe ich das Gefühl, dass es den Leuten schwerer fehlt sich auf Neues einzulassen. Ein bisschen mehr Freundlichkeit würde manchmal auch helfen.

 

Könnt ihr „brandenburjern“? Oder: Sagt ihr „Maagdeburg“ oder „Machteburch“?

F: „Jut“ ist auf jeden Fall in meinen Sprachgebrauch über gegangen, Magdeburg heißt aber noch Magdeburg ;).

M: Icke, dette, kieke mal, Oogen, Fleesch und Beene. 

 

In welchem Stadtteil (bzw. in welchem Ort) lebt ihr? 

M: Noch Allstadt, Grenze Neustadt. 

 

Was gefällt euch dort besonders gut?

M: Zentrale Lage, alles fußläufig erreichbar, aber trotzdem noch Blick ins Grüne und aufs Wasser. 

F: Der Brandenburger ist nur glücklich, wenn er Wasser sieht. 

 

Wohin fahrt ihr am liebsten, wenn ihr aus der Stadt raus möchtet?

F: Ohne Kind nach Berlin oder Potsdam, mit Kind nach Klaistow, zu Karls Erdbeerhof, dem Tierpark in Zabakuck.

 

Wohin macht ihr gern Ausflüge?

M: Am liebsten klappern wir die Streichelzoos der Umgebung ab…

F: … und suchen die perfekte Badestelle – möglichst idyllisch und menschenleer.

 

Mögt ihr einen Künstler aus der Stadt?

M: Das Ensemble des Jugendtheaters bringt immer wieder tolle Stücke auf die Bühne. Auch wenn wir dank unseres Sohnes selten ins Theater kommen. 

 

Nutzt ihr das kulturelle Angebot?

F: Wir gehen sehr gerne zum Jazzfest, dem Altstadtfest oder zu den Wassermusiken an der Regatta-Strecke. 

M: Im Sommer gibt es ein schönes Openair-Kino im Schloss Plaue und im Pauli-Kloster. 

 

Könnt ihr ein Produkt empfehlen, das hier aus der Region kommt?

M: Das „Hebenbräu“ aus Schmerzke. 

F: Der Marienberg-Wein ist erstaunlicherweise auch ganz lecker.

 

Kennt ihr alle Waldmöpse?

F: Natürlich!

Foto: privat

Smallworld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.