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30 Fragen an: Laura Hari

Heute beantwortet uns Laura Hari die 30 Fragen unseres Sommerinterviews. Laura hat Kunst und Medizin in Berlin studiert und ist nach dem Studium in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Sie hat viele tolle Tipps für den Sommer in Brandenburg für euch. Außerdem gibt sie uns einen Einblick in ihr aktuelles Herzensprojekt: das von ihr gestaltete Kinderbilderbuch “Der Tag, an dem ein Delphin-Zebra-Schmetterling vom Papier verschwand.”. Viel Spaß beim Lesen…!

Wie heißt Du?
Laura Hari

Hast Du einen Spitznamen?
Ja. Geheim.

Wie lange lebst Du schon in Brandenburg?
Ich bin hier geboren, also seit 1982, mit 8-jähriger Pause in Berlin während meiner Studienzeiten, Freie Kunst (Zeichnung/Malerei) an der Universität der Künste Berlin und Humanmedizin an der Charité, mit Promotion.

Hast Du Kinder?
Ja, eine 15 Monate alte Tochter.

Was machst Du beruflich?
Hauptberuflich bin ich Ärztin, zur Zeit Assistenzärztin in der Facharztausbildung zur Neurologin. In meiner Freizeit versuche ich meiner künstlerischen Leidenschaft nachzukommen, mit einer Vorliebe für die Aquarellkunst, Zeichnung… Seit 2017 bin ich in Elternzeit und arbeite im Moment an einem Kinderbilderbuch. Das ist für mich ein Herzensprojekt. Denn die Idee, mal ein Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren, hatte ich schon im Studium und durch die Geburt meiner Tochter packte mich die Motivation, diese Idee umzusetzen. Das Buch wird voraussichtlich im Oktober dieses Jahres erscheinen. Als kleinen Vorgeschmack habe ich den Klappentext und ein Bild vom “Delphin-Zebra-Schmetterling” für euch:


 

Sophia, ein 10 Jahre altes Mädchen, lässt einen Faden auf ein Blatt Papier fallen.
Sie zeichnet die Umrisse nach, nimmt Farben und Pinsel – und plötzlich
schwebt ein lebendiger Delphin-Zebra-Schmetterling vor ihrer Nase.

Dinge, die Sophia zeichnet, werden wirklich.
Bald reisen sie zu dritt durch abenteuerliche Bilderwelten,
schwimmen in einem fliegenden Fluss,

treffen den Mönch am Meer im Gemälde des Malers C. D. Friedrich,
gehen auf die Suche nach den Weichen Uhren von Salvador Dali…
Eine spannende Reise durch die Welten der Phantasie und Kunst beginnt.

 


Was ist Dein Lieblingsort in der Stadt mit Kindern?
Der Marienberg mit dem fantastischen, großen Spielplatz, auch das Packhofgelände mit seiner Havelnähe, dem Spielplatz und den weiten Rasenflächen… und aktuell zum Spazierengehen mit meiner Tochter: gerne im Humboldthain, an der Havel entlang, Salzhofuferpromenade mit der Johanniskirche, Heineufer, Theaterpark, die grüne Wallanlage, der weite Blick über Havel und Schilf nahe dem Mühlentorturm –Bäume, viel Grün – unsere Tochter liebt es den Bäumen im Wind zu lauschen, ihre Blätter zu beobachten.
Brandenburg ist sehr wasserreich gelegen, die Havel, viele Seen, umgeben von Wäldern – das finde ich sehr schön und erholsam… Die Malge am Beetzsee, der Gördensee, der Plauer Schloßpark, die Fischteiche und das Birkenwäldchen bei Mötzow, Ketzür/Lünow am See… Wenn unsere Tochter größer ist, werden wir sicher auf den Gewässern mit einem Faltboot paddeln.

Und was ist Dein Lieblingsort ohne Kinder?
Es gibt eigentlich nicht „DEN“ Lieblingsort. Ich bin gerne von Wasser und Grünem umgeben. Der Blick über die Stadt vom Marienberg Café ist schön, einschließlich das Ambiente dort…

Wo gehst Du gerne schwimmen?
Aktuell gehen meine Familie und ich gerne in der Havel in dem kleinen Künstlerdorf Bahnitz schwimmen – dort gibt es eine schöne Badestelle. Auch in Tieckow gibt es einen schönen Ort zum Baden und nahe Mötzow… Wir wechseln uns mit den Badestellen immer ab, mal dahin, mal dorthin. Zum Ausdauerschwimmen gehe ich eher ins Freibad, in die Schwimmhalle hier in Brandenburg, ins 50 m Becken. Im Urlaub schwimme ich auch gerne in der Ostsee auf der Insel Hiddensee oder in sonstigen Meeresgefilden.

Wo sitzt Du gerne am Wasser?
Siehe vorherige Frage und: am Salzhofufer und Packhofgelände und am Dom an der Havel mit Blick auf den Schilfgürtel… sehr romantisch.

Wo isst Du gerne Eis? Und welche Sorte schmeckt besonders lecker?
Hier in Brandenburg: an der Jahrtausendbrücke im Eiscafé (Kokus, Feige) oder beim Italiener in der Hauptstraße (Zitrone).

Wo isst oder trinkst Du gerne bei Sonnenschein?
Im TOTO, ein italienisches Restaurant an der Jahrtausendbrücke mit Blick über die Havel, und im Marienbergcafé/Restaurant, gefolgt von der Werft, auch gern, aber mehr im Schatten der Bäume gelegen, im Humboldthain-Restaurant.

Was ist Dein persönlicher Tipp für den Sommer in Brandenburg und dem Umland?
Siehe Badeortfrage… & eine Fahrt mit Fähre, Kanu oder Floß über die Havel und Seen.
Brandenburg kann man auch gut per Fuß oder Rad erkunden, die Havel im Blick, durch die Altstadt, Dominsel und Neustadt einen Rundweg machen. Brandenburg hat viele sehenswerte Kirchenbauten, den Dom, die Gotthardkirche, die Katharinenkirche, die Johanniskirche und andere mittelalterliche, gut restaurierte Wohnhäuser.
Die ehemalige Paulikirche/Kloster mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte des Landes Brandenburg ist auch einen Besuch wert. Ich war schon viermal drin. Letztens fand dort wieder das Archäovent für Kinder statt.
Dann würde ich auf jeden Fall einen Spaziergang durch den Humdoldthain auf den Marienberg machen, mit Pause in dem wunderschönen Café/Restaurant von Constance Neubert. Dort gibt es auch zwei Spielplätze. Auch einen Weinberg für Weinliebhaber.
Kunstausstellungen kann man u.a. in der Brennabor-Kunsthalle anschauen, auch die Kunsthalle in Bahnitz ist sehr sehenswert, ebenso Ateliers von Künstlern wie z.B. Jan Beumelburg in der Grabenstraße.
Auch das historisch nachgebaute Slawendorf ist interessant und bietet gerade im Sommer tolle Veranstaltungen für Groß und Klein an.

Was ist Deine Sommerlektüre?
„Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde.

Liest Du gerne Blogs im Internet? Welchen kannst Du empfehlen?
Bis jetzt wenig. Im Moment nur euren Blog 😉

Was ist Dein Lebensmotto?
Ich hab mehrere – hier zwei: „Der Weg ist das Ziel.“ (Konfuzius) und „Teach your children to appreciate the strange and the beautiful.“

Welche Farbe hat für Dich der Sommer?
Ein warmes Gelb, z.B. Safrangelb.

Und Dein Sommerhit 2018?
Von Mungo Jerry, „In the summertime“ (1970), wobei „Summer in the city“ von Lovin`Spoonful ist auch ein toller Song für den Sommer (1966).

Wo gibt es den besten Kaffee?
Bei René Ruppik in einem Laden für Kaffee und Tee, in der Kurstraße 73 – hier gibt es den besten Cappuccino der Stadt, bis jetzt;-) Bei einem netten Gespräch mit dem sympathischen Ladeninhaber sitzen wir gerne dort und genießen unseren Cappuccino vor Ort, gern mit einem „kleinen süßen Fiat“ dazu. Das Ambiente des Ladens gefällt uns, gediegen großstädtisch, alternativ mit einem Hauch Kolonialstil. Es ist kein Café, aber man kann dort auch gemütlich sitzen und verschiedene Kaffeesorten, Teesorten oder auch Schokolade trinken bzw. für zu Hause zum Mitnehmen kaufen, daneben verschiedene Kaffee/Teeutensilien wie Tassen, Kannen, Filter usw. erwerben. Coffee-to-go gibt es auch, für die Eiligen. (Im Juli macht er eine Sommerpause.)

Was fehlt Dir in der Stadt?
Teils mehr kulturelles Engagement, lokale Künstlerförderung, interessantere Läden, für Mode etc. Cafés mit Spielecken für Kinder. Gute und mehr Radwege.

Macht Brandenburg Dich glücklich?
YES –  I am happy here. Ich bin an dem Ort glücklich, wo es Menschen gibt, die ich liebe und die mich lieben.

Hast du einen Brandenburger Helden bzw. Heldin?
Loriot.

Welche Eigenschaften magst Du besonders an den Brandenburgern?
Da fällt mir keine besondere Eigenschaft ein.

Und welche schätzt Du überhaupt nicht?
Etwas mehr „mediterane“ Offenheit, Lebensfreude nach außen, Empathie und Gastfreundschaft würde ich mir wünschen.

In welchem Stadtteil (bzw. in welchem Ort) lebst Du?
Altstadt.

Was gefällt Dir dort besonders gut?
Die zentrale, ruhige Lage mit Park- und Havelnähe.

Welches Gebäude findest Du besonders toll in der Stadt?
Es gibt nicht das EINE Gebäude für mich… Es gibt mehrere sehr schöne Altbauten besonders in der Altstadt, viele mittlerweile restauriert. Die Kirchen nannte ich bereits. Aber auch das Industriemuseum ist ein vor allem im Innern beeindruckendes Gebäude, was ich vor ein paar Wochen im Rahmen eines Konzertes erleben durfte.
Die in Wohnräume attraktiv umfunktionierten ehemaligen Speichergebäude in Richtung Dominsel sind Hingucker. Ebenso das Werftgebäude.

Magst Du einen Künstler aus der Stadt?
Jan Beumelburg.

Welches kulturelle Angebot findest Du toll?
Ich finde toll, dass es das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Brandenburg gibt.

Kannst Du ein Produkt empfehlen, das hier aus der Region kommt?
Leinölschmalz aus Lehnin.

 

Wenn ihr Interesse an Lauras Buch habt, das wir euch im Herbst auch noch ausführlich vorstellen werden, könnt ihr dies bei Laura vorbestellen, z.B. als signierte Ausgabe. Schreibt uns eine Email und wir leiten diese dann weiter.

“Der Tag, an dem ein Delphin-Zebra-Schmetterling vom Papier verschwand.”
85 Seiten, Erscheinungsdatum ca. Oktober 2018

Lauras persönliche Website findet ihr hier: http://www.laurahaase.de

 

Portrait: privat
Illustration und Klappentext: Laura Hari

Smallworld

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