Breaker

Zuhause bei – Sevi, Robert und Sven

Langer Flur, Dielen, Flügeltüren – ein Traum von einer Altbauwohnung in einem denkmalgeschützten Haus aus der Jahrhundertwende. Hier wohnen Severine Koch und Robert Heimann. Die Wohnung liegt direkt am Wall in der Altstadt von Brandenburg an der Havel. Vor zwei Jahren sind sie eingezogen und haben seitdem die Räume mit ihrem individuellen Stil und Feingefühl für Ästhetik gefüllt. Und vor kurzem ist sogar noch ein neuer, vierbeiniger Mitbewohner bei ihnen eingezogen: der kleine Sven.

Sevi und Baggio – wie sie im Freundeskreis genannt werden – sind seit acht Jahren ein Paar. Beide kommen gebürtig aus Brandenburg an der Havel und sie hegen eine beeindruckende Liebe zu dieser Stadt. Denn obwohl sie gern in die weite Welt reisen und in Berlin und Potsdam arbeiten, sind sie ihrer Heimatstadt stets treu geblieben.

„Das ist halt unser Zuhause! Woanders ist es zwar auch schön. Aber hier ist es eben noch schöner.“

Sevi erzählt, dass ein Grund für die Verbundenheit zur Stadt natürlich die Menschen, ihre Familien und Freunde, seien. Ihre Wohnung ist, so wie auch schon die vorherige, immer ein „offenes Haus“. So wird hier zum Beispiel immer in großer Runde Fußball geguckt; ganz egal, ob Bundesliga, Champions League oder WM. „Um genug Platz für alle zu haben, muss man dann auch schon mal die Möbel rücken“, sagt Robert, dessen Spitzname „Baggio“ (nach dem italienischen Fußballspieler Roberto Baggio) schon erahnen lässt, wie groß seine Faszination am runden Leder ist.

Sevis Faszination gilt hingegen dem Tanz, der Mode und Einhörnern. Letztere findet man überall in der Wohnung: als Hausschuhe, Steckenpferd oder Wanddeko. „Aber ich habe mir keines dieser Einhörner selbst gekauft. Ich habe jedes Einzelne geschenkt bekommen“, erzählt sie schmunzelnd. Dann zeigt sie uns ihren prall gefüllten Kleiderschrank, an dem ihre ersten Tanzschuhe hängen. Seit sie ein kleines Mädchen war, tanzt sie im Brandenburger Karnevalsclub KCH. Mittlerweile ist sie die Trainerin für die Tanzgruppen im Alter von fünfzehn bis dreißig Jahre. Diese Tätigkeit füllt den Großteil ihrer Freizeit – aber auch einen Teil von Roberts Freizeit. Denn er unterstützt seine Freundin zum Beispiel beim Kostümdesign, beim Requisitenbau oder als Groupie on tour. So sind sie gerade im vergangenen Frühjahr mit der gesamten Tanzgruppe nach Aachen gereist, um dort am Halbfinale der Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Und derzeit plant Robert zusammen mit einem Freund den Bau von riesigen Requisiten zur Dekoration des Stahlpalastes für das 50. Jubiläum des KCH in der nächsten Karnevalssaison.

Die Kreativität der Beiden ist schon berufsbedingt. Severine ist Grafikdesignerin. Robert ist Architekt und Künstler. Überall in der Wohnung findet man Architekturmodelle von seinen Entwürfen. Das Größte hängt über dem Esstisch und zeigt seine Masterarbeit zum Berliner Kulturforum. Neben solchen Modellen ist die Wohnung gespickt von diversen kleinen Schätzen, die das Paar von seinen Reisen mitgebracht hat. Ihre letzte große Reise führte sie von New York aus durch den mittleren Osten der USA. „Oh ja, da hatten wir ganz schön viel Übergepäck auf der Heimreise“, erzählt Sevi lachend mit hoch gezogenen Augenbrauen, „aber das Wimpelfähnchen habe ich zum Beispiel in Cincinnati entdeckt und das musste unbedingt mit!“.

Neben den Modellen, Einhörnern und Wimpelfähnchen finden sich moderne Klassiker in der Einrichtung, die zum Teil mit alten Kostbarkeiten kombiniert werden. So treffen am Esstisch Eames-Stühle auf Erbstücke von der Oma. „Uns inspiriert der skandinavische Einrichtungsstil“, sagen die beiden übereinstimmend, „und uns ist einfach die Qualität der Möbel sehr wichtig“.

„Den Vitra-Vogel habe ich mir wirklich sehr lange gewünscht und dann hat ein sehr lieber Freund ihn mir tatsächlich zum Geburtstag geschenkt“.

Bekannt geworden ist Robert außerdem mit seinen Zeichnungen von Brandenburger Stadtansichten. Er portraitiert einzelne Gebäude, Straßenzüge oder die Skyline Brandenburgs. „Wir mussten ja schon im Architekturstudium sehr viel zeichnen. Da war ich immer mit einem Höckerchen, Papier und Bleistift unterwegs. Das habe ich dann einfach in Brandenburg fortgeführt.“ Heute entstehen seine Zeichnungen allerdings meistens nach der Vorlage eines Fotos. So hat er bei jedem Spaziergang durch die Stadt oder auch bei Bootsfahrten seine Kamera dabei und hält Ausschau nach schönen Stadtmotiven. Und abends sitzt er dann im stillen Kämmerlein und zeichnet. Derzeit schmückt „Heimann Kunst“ auch eine ganze Tram mit der Brandenburger Stadtsilhouette.

Über Robert Heimanns Kunst könnt ihr hier mehr erfahren: https://heimannkunst.de

Smallworld

One thought on “Zuhause bei – Sevi, Robert und Sven

  • RebekahBig

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